Attila
 
Attila am 11.11.2008:

Ich muss euch doch noch was erzählen, ganz schnell!

Bei mir zuhause steht immer Futter für alle. Und ich bin gar nicht mehr neidisch, wenn die anderen an die Näpfe gehen. Ist nämlich immer für alle ganz viel da. Da kann ich dann auch immer satt werden. Und ich fress gar nicht so viel, nur so viel, wie ich gerade Hunger hab.

Bloß, wenn mein Papa mit Lecker ankommt und die Leckerlies aus der Hand an uns alle verteilt, dann denke ich mir, dass alles doch eigentlich für mich sein müsste. Ist ja schließlich MEIN Papa, der die Lecker verteilt. Ich seh gar nicht ein, dass er auch der Papa für die anderen ist und die auch was abhaben sollen. Papa sagt aber, dass ich das nicht tun soll, die anderen anknurren und wegjagen. Vielleicht lass ich es ja mal irgendwann. Mal sehen...

Aber wir haben auch schon Besuch gehabt von den Wuffs der Nachbarschaft. Da war ein kleiner Westi dabei und noch ein JeKaMi-Mix (Jeder-kann-mitmachen-Mix). Und ich hab mir die genau angesehen und abgerochen und angeschnuffelt - und dann haben sie mich nicht mehr interessiert. Auch nicht, als sie an meinen Wassereimer gegangen sind. Das sah ganz schön doof aus, als der kleine Westi an meinem Eimer hoch gestiegen ist und an das Wasser dran wollte..... Hab dagestanden und gegrinst - Papa hat's gesehen!

Viele Grüße noch mal - und ich halt Euch auf dem Laufenden!

Euer Attila Bruce


Attila bei sich in seinem neuen Zuhause und berichtet:


Hallo Leute,

also das war vielleicht eine komische Sache. Da waren zwei Zweibeiner, die haben sich in meinen Zwinger getraut, ganz einfach so kamen die da rein und haben mich mitgenommen. Erst auf einen Spaziergang und dann mit dem Auto auf eine lange Reise. Sie sagten, sie bringen mich ins Hessenland. Da wäre jemand, der mich mag und der mich haben möchte.

Hmmm... und da wären auch noch zwei andere Wuffs. Na – ob ich die wohl mag? Und ob die mich wohl auch mögen werden?

Als wir im Hessenland angekommen sind, haben die zwei Menschen mich in ihren Garten gebracht und die Frau hat da mit mir zusammen im Gartenhaus geschlafen, schließlich hat sie selbst ein Rudel - und Stress sollte mir erspart bleiben. Sie sagte mir, dass ich am nächsten Morgen meine neue Familie und mein Rudel kennen lernen würde. Ich wusste noch immer nicht, ob ich mich freuen sollte. Aber ich war ganz brav. Bin ich eigentlich immer – ehrlich! Ich weiß nämlich ganz genau, wenn ich mich hinsetzen soll oder hinlegen, und ich kann auch stehen bleiben, warten, zurück gehen und all so was, was die Menschen gerne von mir wollen.

Als es hell wurde, sind wir dann erstmal spazieren gegangen, dann durfte ich wieder in das große Auto einsteigen und wir sind wieder losgefahren. Der Weg war diesmal nicht so weit. Dann hielten wir an. Als der Mann das Auto aufmachte und ich aussteigen durfte, da stand noch ein anderer Mann und lachte mich an. Er sagte, ich wäre aber ein toller großer Junge. Und dann, als ich mal genau guckte und schnuffelte, wie der wohl riecht, hab ich gemerkt, der ist aber in Ordnung. Und das soll mein neuer Papa sein? Boooh! Den mag ich aber!

Und dann hab ich auch gleich die anderen beiden Wuffel gesehen, die standen in ihrem Garten und haben mich gleich laut begrüßt. Mein neuer Papa ließ mich auch in den Garten reingehen und ich hab erstmal die Zwei abgeschnüffelt und sie mich. Wir mochten uns alle drei auf Anhieb. Ich hab dann meinen neuen Garten angeguckt und die anderen Beiden haben mich begleitet und mir alles gezeigt. Ich bin aber immer wieder zurück zu meinem neuen Papa gegangen und hab mich angekuschelt.

Und meine neue Mama und das große Mädchen mag ich auch. Hab schon mit allen gekuschelt.

Ich hab schon gesehen, dass hier in meinem neuen Zuhause auch Pferde sind und schwarze Rinder mit so großen Hörnern. Aber die muss ich mir erst noch in Ruhe angucken. Dann erzähl ich Euch auch davon. Jetzt muss ich aber erstmal zur Mama, gucken was sie da macht.

Tschüß bis bald.

Euer Attila Bruce


Oh, das hätte ich doch beinahe vergessen: Meinen Freunden, die mich im Tierheim Wangering so gut aufgepäppelt und versorgt haben, sag ich ganz lieben Dank dafür. Und auch dafür, dass ich so problemlos in mein neues Zuhause fahren durfte. Und auch meine neue Familie sagt "Dankeschön" und die Zwei, die mich hergebracht haben. Das war eine tolle Zusammenarbeit vom Tierheim Wangering, Neufundländer Notruf e.V. und Neufundländer-Notvermittlung. So was wünsche ich mir für viele Hunde, denen es so geht wie mir. Also nochmal DANKE!