Hallo Leute,

 

wie das Leben so spielt...Ihr kennt das ja schon...wir

müssen unser Zuhause (derzeit im Raum Bielefeld) bis Ende November verlassen.

 

Ich (Ben) bin ein waschechter Neufundländer geb. am 06.06.2012. Mein Freund Pinackel geb. am 03.07.2013 ist ein Dackel-Pinscher-Mix.

 

Mein Frauchen schrieb an Christa...


Wir haben Ben in einer Kleinanzeige gefunden, wo er als "Überbleibsel" aus einem Wurf noch zur Vermittlung stand. Er war ja damals schon knapp 4 Monate alt. Laut der Züchterin war er schon einmal vermittelt worden, wurde aber von der Familie zurückgegeben. Ben war sehr zurückhaltend und ängstlich. Er hatte zwar Interesse an uns, konnte sich aber nicht überwinden Kontakt aufzunehmen. Es dauerte eine ganze Weile, bis er näher kam. Geheuer waren wir und die Situation ihm aber nicht.

Aufgrund des weiten Weges zu Ben und die Umstände in denen wir ihn vorgefunden und wahrgenommen haben, hat sich unser Herz erweicht und wir hatten Mitleid und fanden ihn auch toll. Somit nahmen wir ihn kurzer Hand mit.
Eine Ahnentafel und einen Impfausweis bekamen wir auch mit. Gechipt war er ebenfalls. Bei späteren Impfungen stellte sich jedoch heraus, dass die Züchterin viel zu früh angefangen hatte ihn impfen zu lassen. Somit musste die Grundimmunisierung erneut erfolgen. Darüber hinaus haben wir Ben aber nicht weiter und regelmäßig impfen lassen. Wir haben uns aktiv dagegen entschieden. Entwurmt haben wir ihn selber immer wieder.

Wir nahmen uns einige Wochen intensive Zeit für Ben und die Bindungsphase, da er sich sehr ängstlich vor Allem und Jedem zeigte. Umso stärker ist nun aber die Bindung an mich und die Fixierung auf mich. Ängstlich ist er immer noch.

Nach der Bindungsphase begannen wir mit ihm zum Welpentreff, dann zum Junghundetreff zu gehen. Daran schloss sich die Hundeschule und ein Kurs zum Grundgehorsam an.


Bislang zeigte er noch nie Dominanz, Aggressionen oder Streitlust anderen Hunden gegenüber. Egal welcher Rasse und Geschlecht. An der Leine geführt will er gerne zu anderen Hunden und ist sehr aufmerksam. Kennt er den anderen Hund, prescht er los (wenn man ihn lässt) zu einer Begrüßung und kurzem Spiel. Aber er zeigt sich schnell desinteressiert und brödelt dann wieder für sich alleine rum.

Manchmal lässt er sich zu Fang- und Rennspielen "überreden". Streit und aggressive Hunde meidet er eigentlich immer und wenn er provoziert wird, geht er weg oder ordnet sich unter. Es gab bislang nur einen pubertierenden Rüden, bei dem sich Ben auch auf eine Rauferei eingelassen hat. Das war jedoch zu einer Zeit wo er selbst pubertierte und die Zeit von vielen läufigen Hündinnen.

Ansonsten gab es nie Probleme oder Anlass zur Sorge, wenn wir mit ihm auf andere Hunde trafen.

Wir waren mit ihm regelmäßig auf Neufi-Treffen. Auch da zeigte er sich stets entspannt und gut zu führen.

Wenn er nicht gerade seinen Neufikopf rauskehrt, hört er sehr gut, ist leinenführig und ordnet sich unter. Aber er liebt auch seinen Freilauf und versucht dabei hier und da noch seine Grenzen auszutesten. Draußen ist er eher ein Eigenbrödler. Ohne Leine ist er oftmals besser und sicherer zu führen. 

Ben liebt gelbe Tennisbälle und Gummihühner. Leere Klopapierrollen nimmt er auch gerne auseinander. Fußbälle hat er zum Fressen gerne, aber er spielt auch richtig beim Fußball mit. Beim Spielen wird er oftmals noch ungestüm und übermütig. Er kann seine Größe und Kraft nicht wirklich einschätzen bzw. ist sich darüber nicht bewusst. Es erscheint oft, als sehe er seine Welt durch die Augen eines Chihuahua.


Er liebt es, stundenlang durch Wasser zu trotten oder richtig zu schwimmen. Am liebsten rettet er dabei seine geliebten gelben Tennisbälle und bringt sie wieder zurück. Enten verfolgt er aber auch gerne. Katzen hat er leider zum Fressen gerne und wenn er die Gelegenheit hat eine zu jagen, dann tut er das auch.

Wir waren auch gemeinsam mit ihm im See schwimmen. Dabei zeigt er sich typisch Beschützer-like und will einen aus dem Wasser retten.

Ben ist sehr kinderlieb und ist auch da sehr fixiert auf die Kinder, zeigt sich als Beschützer und lässt sie nicht aus den Augen. Er wird rastlos, wenn er daran gehindert wird aufzupassen oder dem Zubeschützenden nachzulaufen, um Aufzupassen. Dann jankt und jault er und trippelt vor und zurück und hin und her.


Wir mussten Ben erst an die meisten Umwelteinflüsse und Geräusche gewöhnen. Es ist jedoch nicht zu verschweigen, dass Ben noch immer ziemlich ängstlich ist. Aber er fährt gerne Auto und ist dabei anfangs ziemlich aufgeregt (wir sind mit dem Auto immer zu seinen geliebten Schwimmtouren oder Neufi-Treffen gefahren). Er geht problemlos zum Tierarzt. Er kennt das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln, sowie mit Fahrstühlen und Rolltreppen.

Aber er lässt sich nicht von Fremden anfassen und sucht auch nicht unbedingt nahen Kontakt. Wenn Unbekannte ihn anlocken wollen, ihm in die Augen starren oder zuschnalzen, dann geht er zurück und bellt die Leute an. Nicht aggressiv, sondern ängstlich und defensiv. Wenn er erschreckt wird oder ihm eine Person oder Situation nicht geheuer ist, bellt er ebenfalls und zieht sich zurück.


Er hat Angst, wenn er die Körpersprache von Fremden nicht zuordnen kann oder wenn sie mit Gegenständen auf ihn zukommen (Regenschirm/Gehstock, Rollator, Skateboard). Auch hat er vor Geräuschen wie das Wind wehen gegen Planwagen oder das Wind wehen unter Türen und Fenstern hindurch Angst, oder wenn Wind Gardinen bewegt. Dann sucht er die Nähe zu seinem Besitzer. Den Staubsauger kann er derweil dulden und seine Gegenwart tolerieren. Er verträgt kein Trocken- und Nassfutter aus Dosen. Dann bekommt er starke Magenschmerzen und Durchfall. Daher wird er gebarft.

Während der Zeckenzeit ist Ben sehr anfällig, als würden alle Zecken nur auf ihn warten. Das Entfernen von Zecken ist er also gewohnt.

B
en hat ein weiches, glänzendes und einfach zu pflegendes Fell. Die Fellpflege ist er ebenfalls gewohnt, auch das Schneiden der Haare an den Pfoten und zwischen den Zehenballen. Allzu gerne hat er das aber nicht.

Er hat nie ein Körbchen oder Kissen gehabt, die hat er alle verschmäht. Sondern er liegt entweder auf seiner kühlen Ledercouch oder irgendwo anders auf dem Boden. Am liebsten da wo es kühl ist oder direkt bei Frauchen. Er ist sehr kuschelig und schmusig und sucht nach Aufmerksamkeit, wenn er sie braucht.

Es müsste noch weiter mit ihm an den Ängsten gearbeitet werden und daran, dass er seine Kräfte besser einschätzen kann, wenn es zum Spielen und Toben kommt.

Ben ist ein Neufundländer aus dem alten, europäischen Schlag. Er ist nicht so riesig, bollerich und schwer wie viele seiner Genossen. Er ist eher das Sportmodell unter den Neufi´s und wir haben immer sehr viel Wert und Augenmerk darauf gelegt, dass er nicht übergewichtig wird, denn "verfressen" ist er auch ein wenig. Er ist schwarz/ rezessiv braun und hat hinten sogar noch zwei Wolfskrallen.

Er lebt seit über 2 Jahren mit seinem Kumpel Pinackel zusammen.

 

Hier nun die Info´s zu Pinackel:

Pinackel wurde am 03.07.2013 geboren. Er ist ein Dackel-Pinscher-Mix. Die Mutter war ein Rauhaardackel und der Vater ein Zwergpinscher in besonderer Farbgebung (merle). Pinackel war aus einem "Zufallswurf" lt. Besitzerin. Ich habe die Elterntiere und das Umfeld kennengelernt und alles war zufriedenstellend und schön.

Pinackel kam also zu uns in den Haushalt und hat sich sehr schnell mit Ben verbrüdert und eine starke Bindung aufgebaut. Er hat überhaupt keine Berührungsängste generell (gr.) Hunden gegenüber. Auch mit ihm waren wir bei der Hundeschule und bei privaten Hundetreffen regelmäßig auf den städtischen Hundewiesen. Pinackel verzaubert alle Leute mit seinen lustigen Fledermausohren und seiner lustigen, fröhlichen und liebenswerten Art und Weise. Er liebt Kinder ebenfalls und verträgt sich mit allen Hunden und spielt sehr gerne mit anderen Hunden. Er liebt es Stöckchen oder andere Spielsachen zu holen. Er schwimmt nicht, folgt Ben aber bei Wasserspielen, geht aber höchstens bis zum Bauch rein.

Pinackel ist sehr aufmerksam und achtsam. Er beobachtet sehr viel, ist aktiv und immer zum Spielen bereit. Er hört sehr gut und läuft problemlos ohne Leine. Nur Kommando Platz haut bei ihm nicht hin. Er kennt und kann es zwar, macht es aber nicht, sondern setzt sich erwartungsvoll hin und bleibt etwas zappelig sitzen.

Er spielt viel mit Ben und fordert ihn immer wieder auf. Generell sucht er viel Kontakt zu Ben, liebkost ihn oder liegt eingerollt auf oder an ihn gekuschelt. Ben spielt behutsam mit ihm. Wenn man die beiden miteinander sieht und beim Spiel beoabachtet, geht einem das Herz auf.
Pinackel ist aber eher dominant im Charakter, orientiert sich aber sehr an Ben und an uns. Er ist sehr Menschen fixiert und mag es zu gefallen. Er kuschelt auch unglaublich gerne und fordert seine Schmuseportionen ein oder legt sich, wie Ben, auf oder zwischen die Beine oder kommt auf die Couch.

Trotzdem wir Pinackel kuschelige weiche Hundebetten und Körbchen angeboten haben, hat er sich für eine rote Klappbox entschieden, in der wir ihn als Welpen abgeholt haben. Die benutzt er immer noch und lässt nicht von ihr ab. Zur Nacht bekommt Pinackels Box ein Dach, so dass er nicht raus kann. Das haben wir eingerichtet, damit Ben nicht seiner Aktivität durchgehend ausgesetzt ist. Und damit Pinackel selber auch komplett zur Ruhe kommt.

Pinackel liebt es am Fenster zu sitzen und alles zu beobachten. Oder er ahlt sich in Sonnenstrahlen, die durch die Fenster kommen.

Er wird auch gebarft und hatte noch nie irgendwelche Krankheiten. Auch er wurde grundimmunisiert, aber nicht regelmäßig weiter geimpft.

Pinackel ist manchmal etwas zappelig oder aufgeregt. Das zeigt sich z.B. vor dem Füttern, vor Spaziergängen oder wenn er etwas angestellt hat. Bei ihm muss man mit herumliegenden Gegenständen etwas aufpassen, denn er zerbeißt Dinge, die er interessant findet. Als letztes eine Nagelbürste. Aber an Schuhen oder anderen wichtigen Gegenständen hat er sich noch nie zu Schaffen gemacht.

Pinackel ist die Fellpflege und das Baden gewöhnt. Angst hat er allerdings vor dem Staubsauger oder wenn er geschimpft bekommt. Ansonsten ist er ein frecher, kleiner, süßer Herzensbrecher.

Anfang 2014 hatte Pinackel einen Unfall. Er stieß beim Spiel und Glatteis mit Ben zusammen, der fiel ungünstig auf ihn drauf und Pinackels Hinterbein brach. Es war ein sog. Spiralbruch. Er wurde am 28.01.2014 operiert. Pinackel´s Bein ist vom Bruch her wieder völlig verheilt und belastbar.

 

Beide Hunde verstehen Kommandos auf Englisch und Deutsch.

Kontakt:

Christa
Tel. 08631 - 18 65 11 (mutig auf den AB sprechen)
Mail C54321@online.de

Es wäre unser aller Traum, wenn diese beiden Hunde zusammenbleiben könnten.